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Schokoladen Soft Ice

Im Frühling habe ich bei Lee From America entdeckt, dass sie wegen ihrer Bananenintoleranz angefangen hat, ihre Smoothies mit gefrorenem Blumenkohl zu machen. “Bitte was?” war mein erster Gedanke. Und der zweite: “Das muss ich probieren.”

Meinen ersten Versuch machte ich allerdings mit gefrorenem Broccoli, da ich keinen gefrorenen Blumenkohl in Bioqualität fand. Püriert mit Ananas und Kokosmilch entstand ein wirklich feiner, cremiger Smoothie.

Wer mir auf Facebook folgt, kann sich vielleicht erinnern, dass ich Ende Mai ein Schokoladen Soft Ice gezeigt habe, das mir super geschmeckt hat und das ich seither ab und zu mache.

Ich erwähne “Ende Mai” extra, denn sonst könnte man meinen, dass ich einfach frech das neueste Rezept von Sarah kopiert habe, die den erfolgreichen Blog My New Roots betreibt. Was findet man nämlich seit vorgestern bei ihr? Tatsächlich eine Variante meines Schokoladen Soft Ices – nur nennt sie es “Frozen Hot Chocolate”. Mich hat es kurz gefroren, als ich das sah. Ich hatte nämlich seit fast einem Monat vor, heute dieses Soft Ice zu zeigen. Was mache ich nun? Ist ja doof, wenn zwei Tage vor “meinem” Soft Ice jemand anderes (und erst noch berühmteres) praktisch dasselbe Rezept postet.

Egal, habe ich mir gesagt. Das ist einfach ein lustiger Zufall. Die Rezepte sind nicht identisch, sodass ihr ruhig meines und ihres ausprobieren könnt.

Einen Haken hat die Sache allerdings: Für dieses Soft Ice braucht man einen leistungsstarken Standmixer. Tut mir leid für alle, die kein solches Gerät haben! (Aber womöglich gibt es dafür auch einen Ausweg. Ich könnte mir vorstellen, dass man rohen Blumenkohl mit Kokosmilch und den restlichen Zutaten mit dem Stabmixer pürieren kann, wenn der Blumenkohl kleingeschnitten ist. Danach kann man die Masse portionenweise einfrieren. Ich muss jedoch zugeben, dass ich das selbst noch nicht ausprobiert habe.)

Das Tolle an diesem Soft Ice ist, dass man es bei spontaner Lust auf Glacé in kürzester Zeit zubereiten kann. Es dauert 12 Minuten (wovon 10 fürs Antauen draufgehen), und schon kann man genüsslich ein Glacé löffeln.

Weil gefrorener Blumenkohl praktisch keinen Geschmack hat, kann dieses Soft Ice in verschiedenen Versionen gemacht werden. Mit Beeren habe ich es auch schon gehabt, schmeckt köstlich. Der Fantasie sind eigentlich keine Grenzen gesetzt, alle Früchte und Beeren eignen sich: Erdbeeren, Himbeeren, Brombeeren, Heidelbeeren, Kirschen, Pfirsich, Nektarine, Ananas – you name it. Oder Erdbeer-Basilikum oder Schoggi-Zimt oder Zitrone oder Grapefruit oder Banane oder Espresso?

Wie schon Sarah in ihrem Beitrag schreibt, kann natürlich auch frischer Blumenkohl in kleine Röschen getrennt und über Nacht eingefroren werden.

Ähnlich wie bei meinen getarnten grünen Smoothies ist bei diesem Rezept der Clou, dass man Gemüse zu sich nimmt, ohne es zu merken. Sprich: So könnt ihr easy euren Kindern (oder eurem Mann? oder euch selbst?) gesunden Blumenkohl unterjubeln, ohne dass es jemand merkt.

Nährstoffwissen
Vor der Recherche für Blumenkohl wusste ich nicht, dass er 20 – 25 % Protein enthält. Wow! Und nur weil er so bleich ist, heisst das nicht, dass er keine Nährstoffe enthalt. Blumenkohl ist reich an Kalium (wichtig bei Bluthochdruck, Verstopfung, Durchfall, Osteoporose, Stimmungsschwankungen), Folsäure, Kalzium und Vitamin C. Wie ihr vielleicht wisst, gehört Blumenkohl botanisch zu den Kreuzblütlern, die krebsvorbeugend wirken.

Quellen: Staying Healthy with Nutrition/Elson M. Haas, MD, Burgerstein Handbuch Nährstoffe, http://nutritiondata.self.com/facts/vegetables-and-vegetable-products/2390/2

Zutaten (für 2 – 3 Personen)
250 g gefrorene Blumenkohlröschen
3,5 dl Kokosmilch (oder ungesüsste Nussmilch)
1 Handvoll Haselnüsse (oder gemahlene Haselnüsse, die nicht eingeweicht werden müssen)
5 EL ungesüsstes Kakaopulver
4 TL Birkenzucker (oder Dattelsirup oder ein paar eingeweichte Datteln; Menge nach Geschmack)
1 TL Vanillepulver

Kakaonibs zum Darüberstreuen

Zubereitung
– Blumenkohl aus dem Tiefkühlfach nehmen und 10 Minuten antauen lassen
– Haselnüsse mit heissem Wasser übergiessen und 10 Minuten einweichen

– alle Zutaten ausser Kakaonibs im Standmixer cremig pürieren, dabei den “Stopfer” benutzen und die Masse etwas bewegen

Auf schöne Sommertage!
Petra

Trompe-oeuf (veganes “Spiegelei”)

Endlich wieder ein neues Rezept auf diesem Kanal!
Ich habe zurzeit grad etwas viel auf meinem Teller, wie man im angelsächsischen Raum so schön sagt. Nebst Food Movement und meinem Job beim Museum musste ich vor lauter Enthusiasmus noch eine weitere (noch geheime) Kampagne anzetteln, die meine Zeit braucht.

Aber ich versuche, weiterhin einmal pro Monat ein neues Rezept zu posten, wenn immer es geht. Dabei muss ich jedoch auf meine Energiereserven achten, denn wenn ich mich selbst oft nicht so aufführe: Ich habe nunmal eine chronische Krankheit. Freakfood sollte ja nicht zum Stress werden für mich, sonst ist die Chose kontraproduktiv. Weiterlesen

Der Danke-Trick

Heute verrate ich ein Rezept, für das man weder Töpfe noch eine Küche braucht.
Es handelt sich um ein sehr persönliches Rezept für Zufrieden- und Gelassenheit. Quasi wie ich mich bei Laune halte.

Ich habe mehrere Jahre an dem Rezept gearbeitet, immer wieder Zutaten und Inspiration von anderen Menschen einfliessen lassen, und es wird sich auch inskünftig weiterentwickeln und verändern.

Angefangen hat es vor fünf Jahren, als ich mich am Tiefpunkt meiner Krankheit befand. Ich konnte nur noch mit Schmerzmitteln schlafen, weil mir alles weh tat, wenn ich im Bett lag. Meine Bewegungsfähigkeit war durch die Schmerzen stark eingeschränkt. Ich konnte nicht mehr richtig gehen, eine Treppe runterlaufen konnte ich bloss wie ein Kleinkind, beide Füsse langsam auf jede Stufe, dann weiter. Mein Mann musste mir helfen, meinen Pullover auszuziehen, weil ich das selbst nicht mehr konnte. Velo fahren war nicht mehr möglich. Ich war für drei Monate zu 50 % krank geschrieben. Weiterlesen

Feigen-Nuss Guetzli

Mit zwei Dingen hätte ich nicht gerechnet, als ich diesen Blog startete:

1. Dass ich mal bei einem gigantischen Food-Projekt von Coop mitmache. Ich gehöre für Food Movement zur FOOBY-Community und werde viele gesunde und leckere Rezepte für FOOBY entwickeln. Ganz getreu meinem Freakfood-Claim: Healthy & Delicious. Weiterlesen

Linsen-Walnuss-Nori Pâté

Das Wandern ist auch sehr der Petra Müller’s Lust, seit sie nicht mehr klettern und bergsteigen kann. Das heutige Rezept ist das Ergebnis der Suche nach dem perfekten Wanderpicknick – einer Creme, die ich auf Cracker oder Rohkost streichen kann. Die Vorgaben waren: Sie muss cremig, herzhaft, nährend (sattmachend), nährstoffreich und einfach zu machen sein.

Die Idee für diese Pâté kam mir dank zwei Rezepten: Die Walnuss Pâté aus Rich Roll und Julie Piatts ‘Plantpower Kochbuch’ und die Sunflower Seed “Tuna” aus Sarah Brittons ‘My New Roots’ Kochbuch. Ich wollte sie jedoch noch proteinreicher machen, deshalb nehme ich Linsen statt Sonnenblumenkerne. Weiterlesen

Süss-sauer eingelegte Randen (rote Beete)

Dieses Rezept ist quasi ein Geburtstagsrezept, denn gestern wurde Freakfood 2 Jahre alt, jupi!

Was habe ich in dieser Zeit nicht alles gelernt!
Zu allererst habe ich mich vertraut gemacht mit einer entzündungshemmenden Ernährung, die nicht nach langweiliger “Diät” aussehen, sondern Lust machen soll, Neues auszuprobieren und den kulinarischen Horizont zu erweitern. Weiterlesen

Schöne Erkenntnis

Winterschlaf

Vor ein paar Tagen hatte ich eine schöne Erkenntnis.

Auf dem Weg zu Dr. Feldhaus von Thun nach Baar habe ich meine Agenda durchgeblättert, wo ich unter anderem auch notiere, wie es mir geht – zumindest die Ausreisser. Dabei fiel mir auf, wieviele Termine ich hatte, wieviel ich gemacht und auch erreicht habe insbesondere seit der Lancierung von Food Movement im Februar.

Meine gescheite innere Stimme flüsterte mir zu:

“Du hast Vorträge gehalten, Partner und UnterstützerInnen gefunden, Menschen getroffen, Beiträge verfasst, Gesuche verschickt, einen nationalen Partner gefunden und einen weiteren in der Pipeline – lass es gut sein für dieses Jahr.”

Wie recht sie hat!

Ich halte es im Dezember deshalb mit “Dürfen” statt “Sollen” oder gar “Müssen”, fahre meine Arbeitszeiten runter und widme mich der Reflektion, der Gemütlichkeit und der Ãœberwinterung. So, dass ich zu mir zurück finde, um im Neuen Jahr mit neuer Energie wieder langsam zu starten, um Fäden aufzunehmen und neue Ideen umzusetzen.

Das beste dabei:
Diese Idee fühlt sich so gut an, dass ich mir vornehme, mein Arbeitsjahr in Zukunft Ende November zu beenden, um mir den Dezember im wahrsten Sinne des Wortes zu schenken.

Was für wunderbare Aussichten!

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Wer möchte, kann hier ein Interview zwischen Dr. med. Janna Scharfenberg vom Blog In Good Health und mir anhören – es dauert 50 Minuten. Wir sprechen über Ernährung bei chronischer Erkrankung, was ich anderen empfehlen würde, wie mein Lebensmotto lautet und über meine Lieblingsbücher und Kicher-Serien.

Und ja, wahrscheinlich gibt es noch ein neues Rezept im Dezember, weil ich das möchte und nicht muss.

Herzlich,
Petra

Hippie Schoggi (inkl. Food-Song!)

Hippie Schoggie Introbild

In Zeiten wie diesen – und insbesondere im Winter – können wir tröstliche Schokolade gebrauchen. Ausserdem ist es höchste Zeit, dass ich wieder einmal ein Rezept für die Kategorie «Süsses» poste, oder?

Früher war das so: Ich mochte nur Milchschokolade. Mit schwarzer Schokolade konnte man mich jagen. Nach meiner Ernährungsumstellung war Milchschokolade natürlich nicht mehr vorgesehen: Zuviel Zucker (= entzündungsfördernd) und Milchprodukte sind von meinem Speiseplan verschwunden.

Aber wisst ihr was? Man kann sogar solch fest etablierte Vorlieben ändern! Weiterlesen

Kurkuma-Müesli

Kurkuma Müesli

Wenn die Tage kälter und grauer werden, wir im Zug oder Bus hustenden und niesenden Menschen ausgesetzt sind, wenn wir uns in dicken Pullovern und Schals vergraben, dann können wir ein sonniges Frühstück gebrauchen. Das – wie könnte es anders sein – auch noch gesund ist.

Bestimmt habt ihr den Hype der “Golden Mylk” oder “Kurkuma Latte” auch schon mitbekommen: Das wunderbar gelbe Getränk mit Nussmilch und Kurkuma. Dieser Hype ist endlich mal ein guter, denn Kurkuma, respektive der Wirkstoff Curcumin, hat tatsächlich zahlreiche gesundheitliche Vorteile für unseren Organismus. Weiterlesen

Freestyle Pad Thai

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Pad Thai – oder Phat Thai – ist das thailändische Nationalgericht mit Reisnudeln, Fischsauce, Eiern, Krabben, Tofu oder Fleisch und Gemüse. Du ahnst es vielleicht schon. Mich interessieren nicht die Hauptzutaten vom traditionellen Pad Thai, sondern die SAUCE.

Weshalb mich die Hauptzutaten nicht interessieren? Einfache Kohlenhydrate kommen in der Freakfood-Küche praktisch nicht vor, da sie den Blutzuckerspiegel stark ansteigen lassen und die nächste Hungerattacke somit vorprogrammiert ist. Ausserdem enthalten einfache Kohlenhydrate wie Reis, Pasta oder Brot nicht so viele Nährstoffe (wie Gemüse, Kräuter, Nüsse oder Hülsenfrüchte), und eine möglichst hohe Dichte an Nährstoffen is king bei Freakfood. Weiterlesen

Broccoli-Hummus

Broccoli Hummus

Ok, das mit dem Hummus ist schon mal gelogen.

Denn Hummus besteht traditionellerweise aus Kichererbsen. Vergebt mir und lasst mich diesen Traum aus Broccoli trotzdem Hummus nennen. Denn konsistenzmässig kommt er Hummus einfach am nächsten. Ausserdem habe ich ja bereits den Linsen-Mandel-Hummus behauptet, der bei vielen von euch sehr gut ankommt, wie ich immer wieder höre und was mich sehr freut!

Aus Neugierde habe ich soeben überprüft, wie es mit dem Proteingehalt bei Hummus mit Kichererbsen und meinem Broccoli-Hummus aussieht: Gar nicht übel. Mit der Zugabe von Nüssen kann es der Broccoli-Hummus beinahe mit dem aus Kichererbsen aufnehmen, ausserdem enthält der Broccoli-Hummus natürlich zusätzliche wertvolle Vitamine und Mineralstoffe, die der klassische Hummus nicht bieten kann. Weiterlesen

Kochkurs mit Freakfood

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Letzten Mittwoch hatte ich die Ehre, gemeinsam mit der TCM-Ernährungsberaterin Madlen Witzig von cook & more einen Kochkurs zu geben (TCM steht für Traditionelle Chinesische Medizin). Für mich war das eine wunderbare Gelegenheit herauszufinden, wie es so tut bei mir, wenn ich einen Kochworkshop gebe. Meine Erkenntnis: Ich war selig.
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