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Von meiner Duftapotheke und wie ich lernte, um Hilfe zu fragen

Dank meiner Diagnose Rheumatoide Arthritis begann ich in den vergangenen Jahren, mir viele neue Fragen zu stellen. Nicht bloss, was die Ernährung anbelangt. Das war eigentlich das Einfachste.

Vielschichtiger für mich sind Fragen wie: Was könnte meine Erkrankung ausgelöst haben? Welche Faktoren könnten dabei eine Rolle spielen? Was kann ich ändern? Was muss ich als gegeben akzeptieren? Wie kann ich mir helfen? Und auch: WER kann mir dabei helfen?

Ich habe selten so viele Menschen kennengelernt wie auf meinem Arthritis-Genesungsweg. Einerseits Ă„rztinnen und Ă„rzte, aber auch Therapeutinnen, Gleichgesinnte, Leidensgenossinnen, Vorbilder: liebenswĂĽrdige, herzliche und grosszĂĽgige Menschen.

Erlaubt mir, ein paar Jahrzehnte zurückzuspulen. Aufgewachsen bin ich in einer vierköpfigen Familie mit aus Deutschland eingewanderten Eltern. Unser soziales Familiennetz war sehr übersichtlich. Wir lebten als eine – wie ich später lernte – typische «Familienburg», in der Müllersche Regeln galten. Mein Nest war schön, aber mit nur wenigen Ästen in die Gesellschaft um uns herum. Nicht abgeschirmt, ganz und gar nicht, ich spielte mit den anderen Kindern auf der Strasse, ging als Kind ins Geräteturnen und von 7 bis 20 in die Pfadi. Aber: Wir «wussten uns selbst zu helfen». Erst mit meiner Erkrankung ist mir aufgefallen, wie schwer es mir fällt, um Hilfe zu bitten. Das wird noch durch meinen Charakter verstärkt – ich möchte möglichst unabhängig und autonom leben können, angereichert durch langlebige Freundschaften.

Inzwischen kann ich beobachten, dass ich nicht die einzige bin, der es schwer fällt, um Hilfe zu fragen. Dabei helfen einem die allermeisten Menschen noch so gerne! Ich selbst tue dies gerne und ganz selbstverständlich, wenn MICH jemand um Hilfe bittet.

Und hier kommt meine «Duftapotheke» ins Spiel, die ich euch heute vorstellen möchte. Ich hole erneut kurz aus. Auf Facebook und Instagram habe schon ab und zu ĂĽber ätherische Ă–le gesprochen, denn ich benutze sie inzwischen täglich. Ich könnte spontan fĂĽnf (oder mehr) Gelegenheiten aufzählen, wofĂĽr ich welche Ă–le aus dem Holzkästchen nehme – und das tue ich weiter unten auch noch detailliert.

Angefangen hat alles mit Blumenessenzen von Lotuswei. Neugierig, aber ohne viel zu erwarten, hatte ich ein Fläschchen Inner Peace gekauft, um mich auf meinen ersten öffentlichen Freakfood-Vortrag vorzubereiten. Es fühlte sich ein wenig hippie-dippie an, aber die tägliche duftende Erinnerung, ruhig und zuversichtlich zu sein für den bevorstehenden Vortrag, hat mir geholfen. Ein schönes Duftritual. Tatsächlich fühlte ich mich am Tag des Vortrags ganz ruhig und ausgeglichen, und der Vortrag flutschte nur so.

Ungefähr ein Jahr, nachdem begonnen hatte, BlĂĽtenessenzen zu verwenden, wurde ich dank Aylin Karadayi auf ätherische Ă–le aufmerksam – auf Englisch nennt man die Ă–le «essential oils». NatĂĽrlich hatte ich auch schon von «Aromatherapie» und ätherischen Ă–len gehört, die lagen jedoch mit Räucherstäbchen & Co. in meiner geistigen Schublade – und dafĂĽr hatte ich noch nie viel ĂĽbrig. Da ich DĂĽfte jedoch schon mag, folgte ich Aylins Einladung, die Ă–le der Firma dĹŤTERRA im kleinen Rahmen bei ihr zuhause kennenzulernen.

Zusammen mit ein paar anderen neugierigen Frauen und meiner besten Freundin im Schlepptau schnupperten wir uns durch dutzende von Fläschchen und Aylin erzählte ihre Geschichte mit den Ölen und wofür man sie anwenden kann. Wir tauschten uns aus, blätterten in schönen Büchern und dann folgte natürlich das Angebot, dass man die Öle über Aylin bestellen könne – online oder direkt bei Aylin, sofern man denn in der Nähe von Zürich wohnt.

So funktioniert das nämlich mit den Ölen von dōTERRA. Die Werbung läuft über persönliche Kontakte, wie man dies von Tupperware-Parties aus den 80er-Jahren kennt. Man nennt das «Multi-Level-Marketing». Das Gute daran? Es ist in der Tat persönlich. Nicht irgendeine Marketingabteilung denkt sich tolle Dinge aus, sondern eine Freundin oder Bekannte benutzt die Produkte selbst und ist von deren Wirkung überzeugt. Da ich Aylin schon ein paar Jahre kenne und ich ihr vertraue, dachte ich: Das probiere ich jetzt doch einfach mal aus. Sei offen, Petra (und nicht immer so skeptisch). Ich bestellte meine ersten Essential Oils: Lavendel, Wilde Orange, Thymian, Weihrauch (Frankincense) und Bergamotte.

Eineinhalb Jahre, 20 weitere Öle und dutzende positive Erfahrungen später habe ich beschlossen, meinen Account bei dōTERRA zum nächsten Level upzugraden, sodass alle, die das auch ausprobieren möchten, dōTERRA-Produkte mit 25 % Rabatt direkt über mich beziehen können.

Wichtig für diesen Entscheid war dann schlussendlich dieser Artikel in der NZZ. Darin wird berichtet, dass jede unserer Körperzellen auf Duftmoleküle reagiert – nicht nur die (uns bewussten) Duftsensoren unserer Nase. Noch sind diesbezüglich nicht alle Rätsel geklärt, aber es gibt bereits erstaunliche Entdeckungen. So macht es auch Sinn, dass empfohlen wird, gewisse ätherische Öle hinter dem Ohrläppchen oder auf die Fusssohlen aufzutragen – auch wenn wir dort olfaktorisch weniger davon haben, als wenn wir die Öle zum Beispiel mit einem Diffuser im Raum verteilen.

Und hier komme ich wieder zum sich-helfen-lassen: Ein schöner Nebeneffekt an den dōTERRA-Ölen und diesem System ist, dass ich mich austauschen kann mit anderen Öl-Anwenderinnen. Ich kann Aylin jederzeit fragen, wenn ich bestimmte Beschwerden oder einen Gemütszustand habe, bei dem ich nicht weiss, welches Öl mich unterstützen könnte. Zudem bin ich in einer Facebook-Gruppe, wo ich laufend Neues über ätherische Öle lerne, in der «Live Calls» stattfinden und ich ebenfalls Fragen stellen kann. Erst im Nachhinein habe ich bemerkt, dass es mir inzwischen leichter fällt, jemanden um Hilfe zu bitten. Und nicht nur, wenn es um das «richtige» Öl geht.

KĂĽrzlich habe ich in der BĂĽrokĂĽche sogar eine Kollegin gebeten, mir eine grosse SĂĽsskartoffel zu zerschneiden, weil mit das Handgelenk weh tat. Halleluja!

Zurück zu den Ölen. Mir ist noch nicht klar, ob sie meine Wehwehchen lindern, weil ich daran glaube oder weil sie tatsächlich irgendwie wirken. Aber ich finde, der Placebo-Effekt wird sowieso sehr unterschätzt, darum ist es mir eigentlich egal.

Wer im übrigen denkt, dass sie/er lieber nicht mit ätherischen Ölen in Kontakt kommen möchte, könnte sich täuschen. Ob Duschgel, Seife, Bodylotion, Deo, Zahnpasta, Tiger Balsam oder Dul-X – praktisch alle enthalten ätherische Öle. Auch in der Lebensmittelindustrie wird grosszügig mit ätherischen Ölen Geschmack produziert.

Wer sich richtig «nerdig» reinknien möchte in die Welt der ätherischen Öle, kann dies wunderbar tun. Die Öle enthalten Stoffe wie Limonen, Curcumen, Bisabolol, Phenol und Thymol, die antientzündlich, schmerzlindernd, antimikrobiell, als Antioxidant oder als Antipilzmittel wirken.

Etliche Düfte haben aber auch eine Wirkung auf unser Gemüt – wir kennen das von frisch gebackenem Brot oder Kuchenduft.

Niedergeschlagen? Wilde Orange.
Unkonzentriert? Zitrone.
Unruhig? Lavendel.
Schock? Geranium.
Stimmungsschwankungen/PMS/Hitzewallungen? Muskatellersalbei (Clary Sage).

Ich gebe es zu. Auch ich bin schon so weit, dass ich sofort denke, sobald jemand über Beschwerden klagt: «Dafür gibt es ein Öl.»

Was ich bei dōTERRA zudem toll finde, sind die sogenannten «Beadlets». Das sind winzige, mit ätherischen Ölen gefüllte Kügelchen, die so schön wie ein Geschmacks-Feuerwerk im Mund zerplatzen.

Inzwischen habe ich immer ein kleines Beutelchen mit Ölen dabei: Pfefferminz-Beatlets für einen komischen Magen, bei Durchfall und Halsweh. «On Guard»-Beadlets» mit Zimt und Nelke für sich anbahnende Erkältungen. Und natürlich meine persönlichen Mischungen, zurzeit ist es ein Fläschchen mit Rosmarin, Weihrauch und Lavendel für mein entzündetes Handgelenk – diese drei Öle werden unter anderem bei rheumatoider Arthritis empfohlen.

Wenn ich mich abends ruhiger fühlen möchte, gebe ich einen Tropfen Lavendel auf einen Duftstein, den ich auf dem Sofa neben mir platziere. Und wenn ich ruhig schlafen möchte (eigentlich fast immer), dann streiche ich einen Tropfen Lavendelöl auf meine Fusssohlen, bevor ich ins Bett gehe.

Vor ein paar Monaten hatte ich einen Hexenschuss. Mein Mann rieb mir 2 x täglich das Kreuz mit verdünntem Sandelholzöl ein – schnell ging es mir deutlich besser.

Es ist übrigens empfehlenswert, die Öle vor dem Auftragen auf die Haut mit einem leichten Öl zu verdünnen, ich benutze das dafür vorgesehene «fraktionierte Kokosnussöl» von doTERRA. Man gibt einfach ein paar Tropfen davon in die Handfläche und mischt es mit einem Tropfen des gewünschten ätherischen Öls.

Bei Ölen aus Zitrusfrüchten wie Zitrone, Wilde Orange und Bergamotte sollte man die behandelten Körperstellen übrigens nicht der Sonne aussetzen, da sich sonst Flecken bilden könnten. Daher benutzt man diese vor allem im Sommer besser abends. Um Hautirritationen zu vermeiden, legt man nach täglichem Gebrauch immer mal wieder Pause ein.

Welche ätherischen Öle man während der Schwangerschaft, dem Stillen und für Kinder benutzen kann, sollte mit einer mit ätherischen Ölen Naturheilpraktikerin besprochen werden.

Einige Öle kann man auch zum Kochen verwenden, so zum Beispiel Koriander, Zitrone, Rosmarin oder Thymian. Da die Öle jedoch hochkonzentriert sind, reicht eine winzige Menge aus. Die doTERRA-Öle sind mit dem entsprechenden Hinweis «Zur Aromatisierung von Lebensmitteln» beschriftet.

Ebenfalls ganz selbstverständlich benutzen wir in unserem Haushalt die «Deep Blue»-Lotion. Sie durchblutet und wärmt müde, schmerzende Muskeln und Gelenke vor und nach dem Sport.

Schwierig wird es jeweils vor den Ferien: Welche Öle kommen mit? Zitrone finde ich immer toll, einerseits, um es ins Trinkwasser zu geben für eine erfrischende Limonade, aber auch, um einen stickigen Raum in einer Ferienwohnung in ein duftendes Zuhause zu verwandeln (man kann dafür ein paar Tropfen Öl auf eine leere WC-Rolle geben und als Raumduft verwenden). Teebaumöl (Melaleuca) ist auch super, da vielseitig anwendbar: Bei aufkommendem Halskratzen einen Minitupfer direkt auf die Zunge streichen, einen Tropfen in die Hände geben, verreiben und inhalieren oder einem Pickel den Garaus machen.

Oft ist es aber auch so, dass ich mich einfach vor das Holzkästchen mit meinen inzwischen 25 ätherischen Ölen stelle und meine Hand intuitiv ein Fläschchen nehmen lasse. Das hat sich mit der Zeit so ergeben (tönt etwas spooky, ich weiss). Manchmal schaue ich nach, wofür das gewählte Öl steht – und meist ist es genau das «passende».

Wichtig: Ätherische Öle sind keine «Medizin». Ich benutze sie parallel zu meinen Grundpfeilern Ernährung, Bewegung und Entspannung und als Ergänzung zu meinen natürlichen Medikamenten. Die Öle erweitern mein Repertoire, selbst aktiv zu werden, wenn es um die Linderung von Beschwerden oder Gemütszuständen geht.

Wie bei allem gilt auch bei ätherischen Ölen: Mach dich selbst schlau, frage allenfalls auch deine Ärzte und höre auf dein Gefühl (und deine Nase!).

Ich plane, demnächst eine kleine «Ölrunde» in Bern oder Thun zu organisieren. So könnt ihr die Öle kennenlernen, ein Müsterchen davon nach Hause nehmen und ausprobieren. Lasst es wirken. Wenn es euch gefällt (oder wenn ihr spontan mögt), könnt ihr eure ersten dōTERRA-Öle bestellen. Wer an so einer Ölrunde interessiert ist, darf sich natürlich gerne bei mir melden.

Einen Leitfaden fĂĽr die dĹŤTERRA Bestellung könnt ihr hier herunterladen.
(Hinweis: Die erste Bestellung kostet einmalig 20 Euro)

Und den Katalog mit einer Ăśbersicht und Infos lege ich grad auch noch dazu.

Ab sofort integriere ich meine Empfehlungen für ätherische Öle auf Wunsch in meinen Beratungen.

Wer spezifische Fragen hat, welches Öl man wofür nehmen könnte, darf sich gerne per Mail bei mir melden: petra@freakfood.ch oder 031 305 93 83 (ich bin in der Regel am Dienstag und Donnerstag telefonisch zu erreichen).

Dufte GrĂĽsse
Petra

Mut, Skepsis & Durchhaltevermögen (& Buchverlosung!)

Ich bin nervös.
Ich bin nervös, weil ich mir vorgenommen habe, wieder einmal über meine Gesundheit zu sprechen. Obwohl es mir viel leichter fällt, ein leckeres Rezept zu kreieren und es mehrmals auszuprobieren, um es dann an einem schönen Tag für euch zu fotografieren und hier zu veröffentlichen. Weiterlesen

Resilienz

RESILIENZ…

„…ist die Fähigkeit, Krisen zu bewältigen und sie durch RĂĽckgriff auf persönliche und sozial vermittelte Ressourcen als Anlass fĂĽr Entwicklungen zu nutzen.“

Ich gehe aktuell durch schwierige Zeiten. Ăśber meinem engsten Freundes- und Familienkreis schweben Krankeit und Tod. Das braucht Kraft und Energie. Weiterlesen

Bohnenspaghetti mit Erbsli & Rucola

Bohnensp. Intro_1

ABER.

Das ist ein häufig genanntes Wort, wenn jemand ihre oder seine Ernährung in Richtung entzĂĽndungshemmend und nährstoffreich umstellen möchte. Kann ich nachvollziehen – I’ve been there.

Es heisst dann:

Aber ich habe keine Zeit.
Aber ich habe keine Ideen.
Aber ich weiss nicht, wie anfangen.
Aber ich kann nicht kochen.

Darum zeige ich heute ein hochgradiges Anti-Aber-Rezept:
Ich wĂĽrde jetzt mal sagen: In 15 Minuten gemacht.
Und erst noch ausgewogen.
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Knusperkräcker mit Avocado-Mango Salsa

Hauptbild Kraecker

Vor meiner Ernährungsumstellung habe ich praktisch von Brot gelebt – als Kind deutscher Eltern ist das allerdings kein Wunder. Brot gehört zur deutschen Esskultur wie der Käse zur Schweiz. Kaum sind wir Deutschen im Ausland, beginnt die Suche nach dem „perfekten“ Brot: Aussen knusprig, innen feucht, möglichst dunkel. Aber ich bin ja in der Schweiz geboren und aufgewachsen, inzwischen sogar eingebĂĽrgert – ich erlebte diese Sehnsucht nach Brot als Seconda. Aber auch hierzulande gibt es eine reiche, regionale Brotkultur. Ich habe sie alle geliebt und kam an fast keiner Bäckerei vorbei: St. Galler Brot, Walliser Roggenbrot, zĂĽrcherisches PfĂĽnderli oder Berner AnkezĂĽpfe.
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Food Songs: Coconut

coconut

Letzten Monat habe ich die Serie Food Songs eingefĂĽhrt. Wer die Idee dahinter und vor allem den ersten Song verpasst hat, kann das hier nachholen.

Heute stelle ich euch einen Song vor, der meines Erachtens die perfekte Zusammensetzung für ein Musikstück enthält, wenn man sich wie ich nach dem Frühling sehnt: Er ist eingängig, leicht, frisch, silly und schräg. Als ich ihn das erste Mal hörte, waren meine Ohren sofort verliebt. Ich entdeckte das Stück auf der Radiostation KCRW und musste sofort zum Laptop rennen und nachschauen, wer das ist: Harry Nilsson – von ihm hatte ich noch nie gehört. Ein Song von 1971. Das Video ist wunderbar trashig.
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Food Songs: Purple Haze

purple haze

Kochen, Essen, Lesen, Lernen, Wandern, Serien kucken und Musik – these are a few of my favorite things (wer den Song nicht kennt: Das ist eine Anspielung an The Sound of Music von Julie Andrews).

Zum Kochen höre ich eigentlich sowieso immer Musik. Pfeifend schneide ich Gemüse und rühre in den Töpfen, eher selten singe ich mit (pfeifen kann ich besser). Musik ist die beste Therapie für mich, wenn es mir aus irgend einem Grund grad nicht so blendend geht. Gute Musik (= total subjektiv, z.B. inklusive Supertramp) versetzt mich fast ausnahmslos wieder in gute Stimmung und ich versöhne mich mit mir, meiner Krankheit und der Welt.

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GemĂĽse-Linsen-Suppe mit Algen

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Wer wie ich in einem Land ohne Meeranschluss aufgewachsen ist, könnte es ähnlich gehen wie mir: Algen kannte nur von den Schwimm-Tümpeln auf dem Lande (keine guten Erinnerungen) oder Sushi (zu Beginn gewöhnungsbedürftig). Inzwischen schätze ich Algen – zumindest auf dem Teller.

Algen sind hervorragender Freakfood: Entzündungshemmend und mit einer hohen Dichte an Nährstoffen. Dass Algen mit ihren wertvollen Mineralstoffen und Vitaminen unsere Ernährung auf ein neues Niveau heben können, lernte ich erst vor kurzem.

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Hirse-Blumenkohl-Mash

HirseBlumenkohlMash

Wer mir auf Facebook oder Instagram folgt, weiss: Ich liebe PĂĽrees! FĂĽr mich ist eine cremige, samtige Konstistenz der Inbegriff fĂĽr Comfort Food. Nur schon beim Gedanken daran werde ich so weich wie ein PĂĽree.

Als ich grad nach meiner Diagnose eine Ausschluss-Diät machte, stellte ich fest, dass ich Nachtschattengewächse nicht vertrage – sprich: bei mir führten sie zu Entzündungen und folglich zu Schmerzen. Wer (wie übrigens zahlreiche Köchinnen und Köche von Restaurants) nicht weiss, welche Gemüse zu den Nachtschattengewächsen gehören, hier die gängigsten: Kartoffeln, Tomaten, Auberginen und Peperoni/Paprika. Aber auch die zurzeit beliebten Gojibeeren gehören dazu. Nachtschattengewächse enthalten Alkaloide, welche die Haut und Schleimhaut reizen können. Leider sind sie nicht wasserlöslich und bleiben somit im Kochwasser/Kochgut. PsoriasispatientInnen tun ebenfalls gut daran, Nachtschattengewächse für ein paar Wochen wegzulassen und zu beobachten, was passiert.

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Zu Gast bei Freakfood: Tiffany Kappeler

Die Sasou Saftbar ist eine Insel inmitten von ZĂĽrich.

Als ich das schöne Lokal an der Neugasse 41 zum ersten Mal betrat, war ich sofort eingenommen von der authentischen Atmosphäre, die von Tiffany als auch vom Interieur ausgeht. Obwohl man zügig bedient wird, kommt keine Hektik auf. Jeder Handgriff sitzt. Früchte und Gemüse werden zerschnitten, Blätter beherzt zerrissen, um dann alles in den Entsafter oder den Mixer zu geben. Und dann kommt der Handgriff der geübten Smoothie/Juice-Macherin: Mit lässiger Bewegung wird der Becher innert Sekunden randvoll gefüllt. Ohne dass etwas überschwappt.

Tiffany_1

Wer schon mal einen Smoothie oder Juice bei Sasou getrunken hat, merkt: Jeder Becher steckt nicht nur voller Vitamine und Mineralstoffe, sondern auch voller Liebe. Ja, ich muss es so pathetisch sagen, es geht nicht anders. Tiffany = LOVE. Aber nicht im gruslig-esoterischen Sinne, sondern down-to-earth und trotzdem weich, warm, mit Witz, Humor und einer Portion Selbstironie (und -reflexion).

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