Archiv der Kategorie: Süsses

Magenbrotkugeln

Wenn ich gefragt werde, ob ich lieber Süsses oder Salziges mag, dann antworte ich spontan: Salziges. Aber eigentlich stimmt das so nicht. Zwar esse ich quantitativ viel mehr Salziges oder im weitesten Sinne nicht-Süsses, aber ich esse täglich Süsses – wobei ich ganz klare Lieblinge habe.

Zur süssen Kategorie gehört bei mir auch schwarze Schokolode mit mindestens 80 % Kakaoanteil, was mich früher hätte erschaudern lassen. Denn so dunkle Schokolade schmeckt herb, bitter und sicher nicht süss. Aber inzwischen liebe ich sie. Mit meinen zurzeit leicht erhöhten Histaminwerten muss ich jedoch zurückhaltend sein. Wohl wissend, dass reiner Kakao entzündungshemmend wirkt, lasse ich mir aber eine Reihe beinahe täglich schmecken.

Ansonsten kenne ich kaum Süssigkeiten, die ich kaufen kann und vertrage. Nebst selbstgemachten Bliss Balls in den wenigen Juice- und Smoothie-Shops kenne ich bloss eine Ausnahme: die Almond Cookies von Rhythm 108, ein Schweizer Produkt, das ich lustigerweise das erste Mal an einer britischen Tankstelle entdeckt habe (die es aber womöglich nicht mehr gibt, weil ich sie heute auf deren Homepage gar nicht finden kann).

Aber auch diese Cookies enthalten Kokosblütenzucker, den ich, wie alle anderen Zuckerarten auch, wegen seiner entzündungsfördernden Eigenschaften möglichst vermeide. Ja, auch Agaven- oder Ahornsirup, braunen Zucker und Reissirup sowieso. Wenn schon süss, dann ziehe ich immer noch Datteln und Birkenzucker vor, wenn ich selbst Süsses zubereite.

Es gibt so ein paar Ex-Lieblinge, die ich in der herkömmlichen Qualität nicht mehr essen könnte. Einerseits, weil sie mir inzwischen viel zu süss wären (die Zunge gewöhnt sich rasch an neue Intensitäten und Aromen), andererseits, weil die Zutaten nicht mit meiner freakfoodigen Ernährungsweise kompatibel sind. Was ich wirklich mag ist: After Eight und Magenbrot. Eine Art After Eight habe ich bereits erfolgreich verfreakfooded, das Rezept wird bei Gelegenheit folgen. Zur Saison so kurz vor Weihnachten passt eine gesunde Variante des Magenbrotes jedoch viel besser.

Das Schöne auch bei diesem Rezept ist: Kriegst du hin, auch wenn du wie ich keine Backkönigin bist. Denn die Kugeln sind roh und im Nu zubereitet. Ich habe mir vor ein paar Monaten nach mehrjähriger Bedenkzeit einen Food Processor angeschafft, der für solche Kugeln geradezu ideal ist. Ich zeige aber auch eine Variante für alle, die kein solches Küchengerät besitzen.

Meine Testesserinnen und -esser dieser Magenbrotkugeln waren Männer und Frauen, aber auch Kinder; allen haben sie bestens geschmeckt. „Wie Magenbrot!“ war der gemeinsame Tenor („nur nicht so trocken“, haben einige noch hinzugefügt).

Bei dem Magenbrotteig verwende ich übrigens Datteln für den caramelligen Geschmack und etwas Birkenzucker für die Süsse. Ich habe sie auch anders getestet, habe diese Version aber als die beste empfunden. Wer es herber mag, kann auch noch 1 – 2 EL Kakaonibs hinzufügen, das führt jedoch zu einer klitzekleinen Entfernung vom richtigen Magenbrotaroma.

Nährstoffwissen
Das Birnbrotgewürz, das für Magenbrot verwendet wird, ist eine Freude an gesunden Zutaten: Koriander, Zimt, Anis, Sternanis, Fenchel, Piment, Nelken, Ingwer, Cardamom. Je nach Produkt variieren die Gewürze, ich habe auch eine Mischung, die Muskatnuss und Orangenschale enthält.

Koriander, Kardamom und Fenchel helfen der Verdauung, bei Blähungen und Völlegefühl (es heisst nicht umsonst MAGENbrot), Zimt wirkt entzündungshemmend und senkt den Blutdruck, Anis und Sternanis helfen bei Erkältungen, Nelken wirken u.a. schmerzstillend und antibakteriell – muss ich noch mehr aufzählen? Oder kriegt ihr auch grad Lust, euch vermehrt mit Pflanzenheilkunde auseinanderzusetzen? Über die entzündungshemmende Wirkung von Kakao könnt ihr hier und hier etwas lesen.

Wie auch immer: Diese Magenbrotkugeln sind – in nicht allzu grossen Mengen genossen – quasi Medizin!

Zutaten
150 g Mandeln
150 g Walnüsse
10 Datteln, entsteint (ca 60 g)
2 gehäufte EL Birnbrotgewürzmischung
2 gehäufte EL Kakaopulver, ungesüsst
1 gehäufter TL Zimt
1/2 TL Vanillepulver
1 TL-Spitze Salz
2 gehäufte TL Birkenzucker
1 gehäufter TL Kokosöl, geschmolzen
4 EL Wasser

Zubereitung
– Mandeln und Walnüsse im Food Processor fein mahlen
– Birnbrotgewürz, Kakaopulver, Zimt, Vanillepulver, Salz und Birkenzucker hinzufügen und kurz mixen
– Datteln, Wasser und Kokosöl hinzfügen und zu einem feuchten Teig mixen

– Spätestens jetzt: Hände waschen! und Teig zu Kugeln formen

Magenbrotkugeln in einem verschliessbaren Gefäss im Kühlschrank aufbewahren (ich benutze ein grosses Weck-Glas).

Variante…
…für alle, die keinen Food Processor besitzen:
Gemahlene Mandeln und Walnüsse verwenden und erst alle trockenen Zutaten gut vermischen. Die Datteln kurz in heissem Wasser einweichen, Wasser abgiessen (und zum Süssen vom Müesli oder so benutzen) und mit dem Stabmixer pürieren und mit den restlichen flüssigen Zutaten hinzufügen und gut zu einem leicht feuchten Teig vermischen. Womöglich braucht es weniger Wasser, da die Datteln schon feucht sind.

Die Magenbrotkugeln passen hervorragend zu Schwarztee oder – noch besser – einem feinen Earl Grey!

Schönen Dezember & fröhliches Kugeln ♥
Petra

PS:
In ein paar Tagen wird Freakfood 3 Jahre alt.
Zum Jubiläum würde ich gerne Freakfood-Beutel drucken lassen – sofern sich genügend Menschen für so einen Beutel interessieren. Ich würde sie in einer sozialen Institution in der Schweiz siebdrucken lassen, und zwar auf robuste Beutel aus recycliertem Material. Inklusive Verpackung und Versand würde ein Beutel ca. Fr. 15.– kosten (bzw. ca. 20 Euro). Let me know!

Schokoladen Soft Ice

Im Frühling habe ich bei Lee From America entdeckt, dass sie wegen ihrer Bananenintoleranz angefangen hat, ihre Smoothies mit gefrorenem Blumenkohl zu machen. „Bitte was?“ war mein erster Gedanke. Und der zweite: „Das muss ich probieren.“

Meinen ersten Versuch machte ich allerdings mit gefrorenem Broccoli, da ich keinen gefrorenen Blumenkohl in Bioqualität fand. Püriert mit Ananas und Kokosmilch entstand ein wirklich feiner, cremiger Smoothie. Weiterlesen

Feigen-Nuss Guetzli

Mit zwei Dingen hätte ich nicht gerechnet, als ich diesen Blog startete:

1. Dass ich mal bei einem gigantischen Food-Projekt von Coop mitmache. Ich gehöre für Food Movement zur FOOBY-Community und werde viele gesunde und leckere Rezepte für FOOBY entwickeln. Ganz getreu meinem Freakfood-Claim: Healthy & Delicious. Weiterlesen

Hippie Schoggi (inkl. Food-Song!)

Hippie Schoggie Introbild

In Zeiten wie diesen – und insbesondere im Winter – können wir tröstliche Schokolade gebrauchen. Ausserdem ist es höchste Zeit, dass ich wieder einmal ein Rezept für die Kategorie «Süsses» poste, oder?

Früher war das so: Ich mochte nur Milchschokolade. Mit schwarzer Schokolade konnte man mich jagen. Nach meiner Ernährungsumstellung war Milchschokolade natürlich nicht mehr vorgesehen: Zuviel Zucker (= entzündungsfördernd) und Milchprodukte sind von meinem Speiseplan verschwunden.

Aber wisst ihr was? Man kann sogar solch fest etablierte Vorlieben ändern! Weiterlesen

Beeren Smoothie

Frühstücks-Soft Ice

Quizfrage:
Welches Frühstück enthält mehr Nährstoffe: Ein Konfitürenbrot oder ein Beeren Smoothie?
Richtig! Der Beeren Smoothie gewinnt :)

Was wir bei einer entzündungshemmenden, nährstoffdichten Ernährung wollen sind: Gesunde Fette (Kokosfett, Kokosmilch, Avocado, Nüsse, Samen) sowie Protein, Vitamine und Mineralstoffe – also möglichst viele Nährstoffe pro Kalorie.

Mit einem Beeren Smoothie startest du mit zahlreichen wertvollen Nährstoffen und Antioxidantien in den Tag. Ausserdem: Hast du schon mal gesundes Soft Ice zum Frühstück gelöffelt? Das ist wie Ferien!

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Easy Peasy Mini-Brownies

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Schokolade. Ich kenne nur wenige Menschen, die sie nicht mögen. Ansonsten ist Schokolade wohl eine der beliebtesten Belohnungen – für Kinder wie für sich selbst. Die gute Nachricht ist: Kakao ist gesund. Allerdings nur reiner Kakao oder sehr dunkle Schokolade, so ab 80 % Kakaoanteil.

Wer seiner Gesundheit und seinem Gemüt etwas Gutes tun möchte, kann also weiterhin zur dunklen Schokolade greifen. Das natürlich nicht kiloweise, sondern in Massen.

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Macadamia-Kokos-Vanille-Creme

Ab und zu muss ein „richtiges“ Dessert her. Bei mir ist das selten der Fall, denn ich bin schon glücklich mit einer Dattel oder einem Stück schwarzer Schokolade. Wenn ich die Wahl habe, stehe ich lieber für salzig-pikante Speisen in der Küche und mache einen Apéro oder eine Vorspeise, wenn wir Gäste haben. Nur so für uns zwei im Alltag mache ich eigentlich nie Dessert. Umso besser, dass es so Quickie-Rezepte wie dieses hier gibt:

Macadamiacreme

Ein Umdenken ist unumgänglich, wenn man Süssspeisen ohne raffinierten Zucker machen muss oder möchte. Wie kürzlich in diesem Artikel im SPIEGEL über Zucker-Alternativen oder in diesem Text der Forschungsgruppe Dr. Feil steht: Grundsätzlich bleibt Zucker Zucker, egal, ob normaler Zucker, Agavensirup oder Kokosblütenzucker – mit all seinen Vor- und Nachteilen für unseren Körper, wenn wir zuviel davon essen.

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