Kochkurs mit Freakfood

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Letzten Mittwoch hatte ich die Ehre, gemeinsam mit der TCM-Ernährungsberaterin Madlen Witzig von cook & more einen Kochkurs zu geben (TCM steht für Traditionelle Chinesische Medizin). Für mich war das eine wunderbare Gelegenheit herauszufinden, wie es so tut bei mir, wenn ich einen Kochworkshop gebe. Meine Erkenntnis: Ich war selig.

Ohne die Hilfe von Madlen hätte ich das allerdings nie machen können, denn ich war eher begleitend dabei. Madlen hat schon viel Erfahrung mit eigenen Kochkursen und hat nicht nur den rieisgen Einkaufszettel zusammengestellt, sondern auch eingekauft, den Raum gemietet, die Einladungen verschickt und ihre halbe Küchenausstattung mitgebracht :)

Thema des Abends im Murifeldtreff in Bern war entzündungshemmende Ernährung. Zum ersten Mal habe ich vor einem analogen Publikum meine Geschichte erzählt und über meine Erfahrungen mit der Ernährung bei rheumatoider Arthritis berichtet: Wie ich nach einer Ausschlussdiät herausgefunden habe, welche Lebensmittel Entzündungen bei mir triggern (ich kriege nach spätestens einer Stunde ein klares Zeichen von meinem Körper: Schmerzen, die 24 Stunden anhalten), was es aber auch für entzündungshemmende Lebensmittel gibt.

Madlen hat aus Sicht der TCM-Ernährung Infomationen gegeben zu Gelenkschmerzen, die zum sogenannten Bi-Syndrom gehören sowie den Einfluss auf solche Beschwerden durch Kälte und Wind. Besonders gefallen hat mir, dass es in der TCM offenbar keine spezifische Krankheitsbezeichnung wie „Rheuma“ gibt. Ich bin nämlich je länger desto stärker der Überzeugung, dass Beschwerden und Krankheiten bei Zutreffen möglichst zahlreicher Symptome ein Name aufgedrückt wird – und dies ja eigentlich gar nicht möglich ist, denn jede Patientin und jeder Patient erlebt ihre/seine Krankheit individuell. Natürlich hilft es auch, eine Diagnose zu erhalten, aber damit ist man insbesondere bei der Schulmedizin auch einem Schema XY ausgesetzt mit dessen Medikamenten und Therapien oder gar Operationen.

Aber zurück zum Kochworkshop. Für mich war es besonders schön, dass von so vielen enthusiastischen und interessierten Personen Freakfood gekocht wurde. Zwar beschlich mich im Laufe des Abends ein seltsames Gefühl von: „Schmeckt das den Leuten überhaupt?“. Denn ein einfaches Gericht wie eine halbrohe Suppe mit praktisch nichts als Gemüse, Kräuter, Öl und etwas Salz schmeckt definitiv anders als ein Halbfertig- oder gar Fertigprodukt. Meine Geschmacksknospen haben eine urtümliche Küche schätzen gelernt, die sehr stark nach den natürlichen Zutaten schmeckt. Halt ganz anders, als prozessierte Lebensmittel.

Das Feedback der Köchinnen und des einen Koches waren jedoch durchwegs positiv. Ein gelungener Abend! Der Spiralizer für die Veggie-Spaghetti war übrigens ein wenig der Star des Abends. Wer auch so ein Ding kaufen möchte: Madlen und ich haben den Lurch Spirali, für 30 Euro bei Amazon oder in Spezialgeschäften erhältlich.

Ganz herzlichen Dank allen, die gekommen sind.

PS: Ich habe einen wunderbaren Meilenstein zu feiern: Im Trubel des Kletterlagers, wo ich letzte Woche für diejenigen mit Allergien und Intoleranzen gekocht habe, habe ich meine Rheumamedis vergessen zu nehmen. Und siehe da: Es geht mir auch ohne Arcoxia gut! Mit etwas Glück (und viel Disziplin…) ist es mir womöglich nach drei Jahren gelungen, von den Rheumamedis Abschied zu nehmen. Drückt mir die Daumen :)

Und hier folgen ein paar Impressionen vom Kochkurs.
Es gab:
– zum Apéro: Supercracker mit Linsenhummus
– Bunter Sommersalat mit Granatapfelkernen & Miso-Dressing & Nussbröseln
– Halbrohe Gemüsesuppe
Veggie-Spaghetti mit Avocado-Crème
Indische Pancakes mit Kokosrelish
Macadamia-Kokos-Vanillecrème mit Himbeeren

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Bei Madlen liegt übrigens bereits eine Warteliste für einen weiteren Kochworkshop dieser Art. Wenn wir ihn wiederholen, erfährt ihr via Facebook davon. Es würde mich freuen, weitere Gesichter von euch persönlich kennenzulernen! Schön, dass ihr dabei wart, Kathrin, Barbara, Annick, Annette, Monika, Stephanie, Jacqueline, Christine, Miriam und Kevin!

Santé & schönes Wochenende,
Petra

 

...und wie wäre es damit?

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