Quinoa-Hirse-Fladen

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Wer auf Gluten verzichten muss oder möchte, kann einen knusprigen Teig schon mal vermissen. So richtig knuspriges Brot oder einen Pizzateig kriegt man meines Wissens leider nur mit glutenhaltigem Mehl hin. Umso schöner war die Entdeckung eines immerhin ziemlich knusprigen Teigfladens aus Quinoa und Hirse.

Auf dem wunderschönen Blog  The First Mess bin ich letztes Jahr auf ein Rezept für eine Spring Pizza gestossen. Mein Rezept für den Quinoa-Hirse-Fladen ist eine Version von Lauras Pizza. Ich mag das Gericht nicht Pizza nennen, weil ich meine Variante nicht im Ofen backe.

Der Knusperfladen kann alternativ mit Lauch, Schwarzwurzeln oder anderem Gemüse belegt werden, auch kurz gedünstetes Blattgemüse kann ich mir gut vorstellen. Abgesehen vom Einweichen des Quinoa und der Hirse über Nacht ist der Fladen sehr schnell und einfach zubereitet.

Mir fällt auf, dass dies eines der wenigen Gerichte aus meinem Repertoire ist, das mit Messer und Gabel gegessen werden muss. Um den Essvorgang nicht noch komplizierter zu machen, schneide ich die Spargeln schon vor dem Anbraten in kleine Stücke. Spargeln schneiden kann nämlich eine tricky Sache sein, je nachdem, wie faserig sie sind. Ich bin grundsätzlich faul und mag beim Essen nicht noch unnötig schnippeln und arbeiten müssen…

Nährstoffwissen:
Weshalb ich auf Pizza oder Fladen aus Weizen verzichte, kann hier nachgelesen werden (bis zum Weizen nach unten scrollen).

Die rahmige Sauce auf dem Quinoa-Hirse-Fladen ist mit Kokosmilch gemacht. Seit ich auf Milchprodukte verzichte, fällt mir auf, dass mir beispielsweise mein Frühstücksmüesli nicht mehr bis zur Mittagszeit aufliegt. Ohne Joghurt und Quark verdaue ich das Müesli wesentlich leichter. Auch rahmige, warme Gerichte habe ich in eher unangenehmer Erinnerung – was fühlte ich mich danach jeweils voll…

Ich bin froh, dass ich leckere Alternativen gefunden habe: Nussmilch, Cashewrahm und Kokosmilch. Nussmilch und Cashewrahm mache ich selbst. Man kann natürlich auch Hafer- oder Sojarahm kaufen, aber der enthält oft auch Palm- oder Sonnenblumenöl und weitere Zutaten, auf die ich lieber verzichte. Soja ist eines der Lebensmittel, die ich selten konsumiere, da sie gemäss verschiedener Studien die Hormonproduktion im Körper verändern und die Gefahr von Schilddrüsenfehlfunktionen und verringerten Testosteronwerten steigt.

Wenn ich Lust auf ein rahmig-cremiges Gericht habe, greife ich zur Kokosmilch oder zum Cashewrahm (eingeweichte und pürierte Cashews). Der Geschmack der Kokosmilch ist übrigens viel weniger stark, als ich dies vermutet hätte, auch eine Safransauce lässt sich damit prima machen.

Wer konventionelle Milchprodukte konsumiert, tut seinem Körper keinen grossen Gefallen. Durch die starke Bearbeitung gehen wertvolle Inhaltsstoffe der Milch verloren. Die Pasteurisierung zerstört Enzyme und Bakterien, die den Darm stärken könnten. Bei der Homogenisierung werden die Fetttröpfchen in so kleine Partikel zerschlagen, dass Kleinstpartikel durch die Darmwand aufgenommen werden und ein Allergierisiko erhöhen können. Wer Milchprodukte mag und meint, sie zu vertragen, ist mit Produkten aus Rohmilch am besten bedient.

Wer noch mehr über aktuelle Studien zur Milch erfahren möchte: Hier ein Artikel aus der deutschen Ärztezeitung: Milch macht wohl doch nicht so munter.

Quelle: Was erfolgreiche Sportler anders machen/Forschungsgruppe Dr. Feil

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Zutaten für 2 – 3 Personen
3/4 cup / 130 g Quinoa, über Nacht eingeweicht
3/4 cup / 130 g Hirse, über Nacht eingeweicht
1/2 cup / 125 ml Wasser
1 EL Olivenöl
Salz + Pfeffer nach Belieben
1 kleine Knoblauchzehe (optional)
etwas Oliven- oder Kokosöl zum Anbraten

500 g grüne Spargeln (oder Lauch, Schwarzwurzeln…)
2,5 dl Kokosmilch
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
etwas Thymian
etwas Kokos- oder Olivenöl
etwas Schnittlauch + ein paar Radieschen zum Garnieren (optional)

Zubereitung
Vorabend:
Quinoa und Hirse in einer Porzellan- oder Glasschüssel in kaltem Wasser einweichen

Tags darauf:
>> Für die Zubereitung braucht es idealerweise 2 – 3 Bratpfannen. Oder man bereitet eins nach dem anderen zu und hält die Zutaten warm.

– Quinoa und Hirse in einem feinen Sieb gut mit Wasser spülen
– Quinoa und Hirse mit dem Wasser, Olivenöl, Knoblauch, Salz und Pfeffer im Standmixer zu einer dickflüssigen, feinen Masse pürieren

Gemüse:
– Spargeln waschen, die holzigen Enden abschneiden und in kleine Stücke schneiden
– Spargelstücke in etwas Olivenöl ca. 10 Min. unter Wenden auf mittlerem Feuer anbraten, leicht salzen und pfeffern, zugedeckt zur Seite stellen (falls keine zweite bzw. dritte Bratpfanne vorhanden ist: In einem Gefäss warm halten)

Spargeln korr

Sauce:
– Zwiebel in Streifen schneiden
– Knoblauch klein hacken
– Zwiebelstreifen in etwas Öl unter Wenden anbraten, bis sie leicht bräunlich sind
– Knoblauch und etwas Thymian hinzugeben und kurz mitbraten
– Kokosmilch dazugeben, salzen und pfeffern und Sauce ca. 10 Minuten eindicken lassen

Sauce korr

Fladen:
– Für die Fladen etwas Kokos- oder Olivenöl in einer Bratpfanne erhitzen
– Die erste Hälfte des Fladenteigs gleichmässig in die Pfanne giessen
– Fladen ca. 5 Minuten anbraten, dann wenden und nochmals ca. 5 Minuten anbraten
– Mit der zweiten Hälfte des Fladenteigs wiederholen

Pfanne korr

– Je einen Fladen mit der Hälfte der Zwiebelcrème und der Hälfte der Spargeln belegen
– Nach Belieben mit Radieschen und Schnittlauch garnieren

Spargeln sind noch gut einen Monat erhältlich – ich würde mich sehr über Rückmeldungen und/oder Fotos eurer Fladen freuen!

Petra

...und wie wäre es damit?

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