Food Songs: Coconut

coconut

Letzten Monat habe ich die Serie Food Songs eingeführt. Wer die Idee dahinter und vor allem den ersten Song verpasst hat, kann das hier nachholen.

Heute stelle ich euch einen Song vor, der meines Erachtens die perfekte Zusammensetzung für ein Musikstück enthält, wenn man sich wie ich nach dem Frühling sehnt: Er ist eingängig, leicht, frisch, silly und schräg. Als ich ihn das erste Mal hörte, waren meine Ohren sofort verliebt. Ich entdeckte das Stück auf der Radiostation KCRW und musste sofort zum Laptop rennen und nachschauen, wer das ist: Harry Nilsson – von ihm hatte ich noch nie gehört. Ein Song von 1971. Das Video ist wunderbar trashig.

Der Text ist auch trashig und schräg. Das Lied handelt von einem Mädchen, ihrem Bruder und einem Doktor. Das Mädchen hat am Abend ein Getränk mit Kokosnuss und Limone getrunken und hat Bauchweh. Als sie sich beim Doktor meldet, hat der keine Lust mehr, sie noch zu untersuchen und sagt ihr, sie solle halt Kokosnuss mit Limone trinken und sich am nächsten Tag wieder melden. Ziemlicher Nonsense.

Was mir dabei aber irgendwie gefällt ist, dass der Doktor ihr das Getränk empfiehlt, obwohl sie davon offenbar Bauchweh bekommen hat. Das widerspiegelt schön die heutige Sicht auf Kokosöl: Die einen stellen es als Allerheilmittel auf einen Sockel, andere wiederum behaupten, es sei mit dem hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren ungesund.

Ich persönlich halte mich vorwiegend an die Empfehlung der Forschergruppe Dr. Feil und benutze Kokosöl zum Anbraten:

fett feil

Wer mehr dazu lesen möchte, kann das hier tun.

Kokosöl (bio, kaltgepresst) eignet sich aber vor allem auch für die äusserliche Anwendung. Es ist antibakteriell, antifungal (pilztötend), antiviral, entzündungshemmend, beruhigend und enthält Antioxidantien. Das kann man wohl nicht für alle Öle sagen. Es kann als Bodylotion, gegen Ekzeme, Sonnenbrand, Fusspilz und als Deo verwendet werden.

Aber auch Kokosmilch, Kokoswasser, Kokosraspel und Kokosmehl bereichern die Küche und geben den Gerichten oder Smoothies einen exotischen Touch. Ausserdem enthält Kokosfleisch selbst getrocknet und geraspelt ansehnliche Mengen an Mineralstoffen, und Kokosmehl ist eine schöne Ballaststoffquelle für das Frühstücksmüesli.

Am besten hält man es wohl wie mit allem: In Massen genossen scheinen uns Kokosnussprodukte nicht zu schaden, und eingebunden in eine möglichst abwechslungsreiche Kost mit buntem Gemüse, Kräutern, Nüssen, Samen und vollwertigen, möglichst unraffinierten Lebensmitteln sind sie eine willkommene Bereicherung.

Und jetzt endlich der Song:

Wer mag, findet hier die Lyrics.

Hagahuga,
Petra

...und wie wäre es damit?

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