Freakfood-Müesli

Freakfood-Müesli

Das ist mein Everyday-Frühstück.
Morgens bin ich kulinarisch betrachtet sehr bescheiden und bin froh, wenn ich mir über das Frühstück keine Gedanken machen muss. Jeden Abend weiche ich etwas Buchweizen in kaltem Wasser ein und gebe ein paar Beeren zum Auftauen in ein Schälchen (ausser in der Beerensaison, dann gibt’s natürlich frische). Damit ich das nicht vergesse, stelle ich zur Erinnerung meine Müeslischale auf die Anrichte in der Küche, bei der ich auf dem Weg ins Bett vorbeigehen muss. Mein Morgenritual ist dann das Öffnen zahlreicher Gläser mit Samen und gemahlenen Nüssen sowie das Schneiden einer Frucht.

Meistens giesse ich Nussmilch über die Mischung und lasse sie dann eine Viertelstunde zum Einweichen stehen (die Lein- und Chiasamen saugen viel Flüssigkeit auf). Hier zeige ich zur Erleichterung eines Frühstücks-Wechsels vom Konfitürenbrot zum Schlabbermüesli die Luxusvariante eines Müeslis mit „Kokosrahm“.

Wem das morgens zu viel Arbeit ist, kann alle gewünschten Zutaten in einem grossen Glas zusammenmischen und jeweils eine Portion über Nacht mit Nussmilch einweichen.

Wem das zuviel zu Kauen gibt, kann die Mischung in gewünschter Menge mit Beeren und genügend Nussmilch zu einem Smoothie pürieren und schlaftrunken schlürfen.

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Nährstoffwissen:
Buchweizen gehört in die Familie der Rhabarbergewächse, trotz dem „Weizen“ in seinem Namen. Buchweizen ist glutenfrei, enthält ca. 20 % Proteine sowie Vitamine, Mineralstoffe und wertvolle Aminosäuren. Aminosäuren sind beteiligt am Aufbau von Proteinen und können vom Körper selbst nicht produziert werden. Darum müssen wir 9 essenzielle Aminosäuren über die Nahrung aufnehmen. Buchweizen enthält nebst Mangan, zahlreichen B-Vitaminen und Vitamin E auch 8 dieser wichtigen Aminosäuren, unter anderem Tryphtophan. Tryphtophan ist die Vorstufe des Neurotransmitters Serotonin, das unsere Stimmung positiv beeinflusst, aber auch für das Schmerzempfinden und für die Appetitkontrolle zuständig ist.

Samen und Nüsse sind reich an guten Fetten, Vitamin E, Vitaminen und Mineralstoffen. Gewürze wie Zimt, Kardamom, Vanille und Nelken wirken entzündungssenkend – Zimt hat zudem eine sättigende Wirkung.

Unser Darm liebt die breiige Konsistenz des Müeslis (Applaus für die viel Flüssigkeit aufnehmenden Lein- und Chiasamen) und fördert eine fröhliche Verdauung.

(Quellen: Burgerstein Handbuch Nährstoffe, The Thrive Diet/Brendan Brazier, Staying Healthy with Nutrition/Elson M. Haas)

Zutaten für 1 Person   (die sollen wie immer nach Belieben abgeändert werden)
2 EL geschälter Buchweizen (gibt’s in Bioqualität im Coop) oder Hirse- oder Haferflocken
1 EL Mandelmehl oder gemahlene Mandeln
1 EL Kürbiskerne
1 EL Sonnenblumenkerne
1 EL gemahlener oder geschrotener Leinsamen
1 EL geschälte Hanfsamen
1 TL Chiasamen
1 TL Sesam
1/2 TL Mohn
1 TL Maca
1/2 TL Zimt
1/4 TL Vanillepulver
1/4 TL Kardamom
1/4 TL Galgant
1 Prise gemahlene Nelken

1,5 – 2 dl selbstgemachte Nussmilch
1 handvoll Beeren
1 kleiner Apfel, geschnitten

Kokosmilch
ungesüsster Sanddornsaft (gibt’s in Bioqualität in grösseren Migros)

Zubereitung
Am Vorabend den Buchweizen in kaltem Wasser einlegen, etwa einen Fingerbreit mehr Wasser als der Pegelstand des Buchweizens. Eine handvoll gefrorene Beeren zum Auftauen in ein separates Schälchen oder direkt zum Buchweizen geben. Die Kokosmilch in der Packung oder in einer Schale über Nacht in den Kühlschrank stellen.

– Am Morgen alle gewünschten Zutaten zum Buchweizen geben und gut mischen
– Nussmilch dazugeben, gut mischen & ca. 15 Minuten quellen lassen
– Apfel oder sonstige Frucht in kleine Stücke schneiden
– Kokosmilch mit dem Schwingbesen schaumig schlagen und etwas davon zum Müesli geben
– Beeren und etwas Sanddornsaft zum Müesli geben

Das Konfibrot kann einpacken.
Ein nährstoffreiches Müesli gibt dem Körper, was er für seine zahlreichen Jobs braucht.
Nicht nur das Smartphone muss aufgeladen werden – auch der Körper.
We got the Power!
Petra

...und wie wäre es damit?

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