Indische Pancakes mit Kokosrelish

Linsenpancakes

Im weiten Ozean des Internetz finde ich immer wieder neue Ideen, Rezepte und Inspiration. Unter anderem auch indische Foodblogs, die praktischerweise oft englisch und damit für mich verständlich geführt werden.

Auf diesem Blog habe ich ein Rezept für Uridbohnen-Pancakes gefunden. Darin werden Uridbohnen über Nacht eingeweicht und später püriert. Ich habe eine Abkürzung eingebaut und mache sie aus Uridbohnenmehl. Das bekommt man in Läden mit indischen Lebensmitteln.

UridFlour

Ich achte darauf, dass ich an mindestens zwei meiner drei Mahlzeiten eine Proteinquelle miteinbeziehe. Beim Frühstück sind das meist Lupinenmehl, Hanfnüsse und Samen, beim Mittagessen Linsen, Bohnen oder Hummus vom Vortag und beim Nachtessen Quinoa, Linsen oder Bohnen.

Wenn ich mal vergessen habe, am Vorabend Linsen oder Bohnen einzuweichen, gibt es öfters solche Pancakes. Sie sind schnell gemacht und eine willkommene Abwechlung. Ausserdem können sie je nach Lust und Laune gewürzt werden: Sie schmecken auch mit etwas Minze, wenn man mal keinen Koriander zuhause hat, oder sicherlich auch mit Peterli, marokkanisch mit Ras el Hanout oder ohne den ganzen Gewürzplunder au naturel.

Die schöne goldene Farbe allerdings erreicht man mit etwas Kurkuma. Dieses Wundergewürz ist so gesund, dass ich es sehr oft benutze.

Nährstoffwissen:
Kurkuma enthält Curcumin, der ein entzündungsförderndes Eiweiss (NF-kB) unterdrücken kann. Das heisst: Kurkuma wirkt entzündungshemmend, auch bei chronischen Entzündungen. Zudem hat Curcumin eine knorpelschützende Wirkung – perfekt für alle angeschrubbelten Gelenke (Arthrose, Arthritis). Im Darm wird Kurkuma ausserdem um ein Vielfaches höher aufgenommen, wenn Pfeffer mit im Spiel ist.

Beinahe täglich liest man von neuen Studien, die mit Curcumin gemacht wurden. Bei der Forschungsgruppe Dr. Feil kann man einiges nachlesen, aber auch Dr. Greger hat diverse Videos zu Kurkuma veröffentlicht, inklusive dem neuesten, wo er erklärt, dass Patienten, die nach einer Operation Kurkuma verabreicht bekommen haben, schneller genesen. In einem meiner liebsten dicken Schunken, der Encyclopedia of Natural Medicine, findet man zu folgenden Krankheiten Hinweise über positive Effekte von Curcumin: Alzheimer (auch präventiv!), Gallensteine, HIV/Aids, Osteoarthritis, Psoriasis, Rheumatoide Arthritis, Entzündungen und Sportverletzungen.

Da ich mit Polyarthritis an einer entzündlichen Krankheit leide, nehme ich täglich Curcumin in Kapselform ein. Aber ich esse regelmässig Mahlzeiten mit Kurkuma, da ich überzeugt bin, dass sich die Einnahme von Kurkuma in Verbindung mit den restlichen Zutaten eines selbstgekochten Essens positiv auf meinen Körper auswirken.

Zutaten Linsenpancakes

Zutaten für 3 – 4 Personen
1 cup Uridbohnenmehl
1 kleine Zwiebel
1/2 Bund Koriander
1 EL Tomatenpüree
1/2 TL Kurkuma
1/2 TL Garam Masala
1/4 TL Cayennepfeffer
1/4 TL Backpulver
1/4 TL Salz
etwas gemahlener schwarzer Pfeffer
2 cups kaltes Wasser
Kokosöl (bio) zum Anbraten

Zubereitung
– Uridbohnenmehl, Gewürze und Backpulver gut mischen
– Wasser dazu geben und mit dem Stabmixer mixen
– Zwiebel und Koriander klein hacken
– Gehackte Zwiebel, Koriander und Tomatenpüree zum Pancake-Teig geben und mischen
– 15 Minuten ruhen lassen

– 1 TL Kokosöl in einer beschichteten Pfanne erwärmen
– mit einem grossen Löffel portionenweise Pancaketeig in die Pfanne giessen
– Pancakes auf jeder Seite 3 – 4 Minuten goldgelb braten
– nach Wunsch zwischendurch nochmals etwas Kokosöl hinzugeben vor dem Braten

Zutaten für das Kokos-Relish
1 kleine rote Zwiebel
etwas Chiliflocken
2 Datteln
1 EL getrocknete Curryblätter
1,5 dl Nussmilch
1 cup Kokosraspel

– Alle Zutaten bis auf die Kokosraspel mit dem Stabmixer pürieren
– Dann 1 cup Kokosraspel zufügen und nochmals mixen

Zu den Pancakes passt gedünstetes Gemüse, beispielsweise China-, Weiss- oder Rotkohl, aber auch Fenchel, Zucchetti, Broccoli oder Blumenkohl.

Pancakes_2

Viel Spass beim Pancaken!
Petra

...und wie wäre es damit?

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