Regenbogen-Pâté

Regenbogen Pate

Wer mag Dips und Aufstriche so gerne wie ich?

In diese Kategorie fällt mein geliebter Hummus, sei es aus Kichererbsen oder Linsen. Bevor ich immer gründlich alle Zutaten auf gekauften Lebensmitteln las, verdrückte ich im wahrsten Sinne des Wortes auch öfters eine Tube Tartex. Dort drin hat es jedoch: Hefe, Wasser, Palmöl, Sonnenblumenöl, Kartoffelstärke, Meersalz, Tomatenmark, Hefe Extrakt. Könnte schlimmer sein, definitiv aber gesünder.

Das Schöne an selbstgemachten Aufstrichen ist, dass man nach Belieben mit den Zutaten experimentieren kann. Der wichtigste Punkt ist: Die Konsistenz muss stimmen. Nicht zu trocken und nicht zu flüssig. Heute zeige ich euch ein Grundrezept, das einfach so nature gut schmeckt, plus ein paar Möglichkeiten, sie geschmacklich und vor allem farblich zu verändern.

Dieses Rezept bzw. die Idee mit dem Regenbogen ist mir auf einer Wanderung in den Sinn gekommen, als wir durch schönste Blumenwiesen gelaufen sind. Leicht psychedelisch, verspielt und ungewöhnlich zeigt sich diese Pâté in verschiedensten Farben. Ein Augenschmaus!

Nährstoffwissen:
Wer meine täglichen Gerichten von Facebook oder Instagram kennt, weiss, dass ich sehr gerne bunt esse. Das hat einerseits damit zu tun, dass es mich glücklich macht, möglichst viele Farben auf dem Teller zu sehen. Andererseits tut man sich mit farbigem Essen auch gesundheitlich etwas Gutes, denn die verschiedenen Farben enthalten verschiedene Pflanzennährstoffe. Es ist also durchaus sinnvoll, das volle Farbspektrum zu berücksichtigen, um unseren Körper mit Nährstoffen zu versorgen.

Dabei müssen es übrigens nicht nur die Knallerfarben Gelb, Orange, Rot oder Violett sein, auch weisse (z.B. Blumenkohl, Knoblauch) und braune (z.B. Nüsse, Samen, Linsen) Lebensmittel enthalten für uns wichtige Nährstoffe.

Die gesundheitlichen Vorzüge von Sonnenblumenkernen, die Hautpzutat der Regenbogen-Pâté, könnt ihr hier nachlesen. Nur ganz kurz dazu: Sie enthalten reichlich Magnesium, Kalium, B-Vitaminen und Zink, aber auch 25 % Protein und viele Ballaststoffe.

Quellen: Arthrose und Gelenkschmerzen überwinden/Forschungsgruppe Dr. Feil, Staying Healthy with Nutrition/Elson M. Haas, Experience Life Magazine/Full Spectrum Eating.

Sieb

Schaeleli auf Tisch

Dressiersack

Zutaten
200 g Sonnenblumenkerne, über Nacht oder mind. 4 Std. in Wasser eingeweicht
3 Datteln
1/4 einer kleinen Zwiebel
2 EL Olivenöl
1 EL Apfelessig
3 EL Wasser
1/4 TL Salz
1/4 TL Sumach (oder 1 EL Zitronensaft)
2 EL Sesam
etwas frisch gemahlener Pfeffer

1 Gurke

Zubereitung
– Alle Zutaten ausser den Sesam in einem Standmixer oder mit dem Stabmixer pürieren
– Falls nötig, noch etwas Wasser dazugeben (Esslöffel um Esslöffel, es wird schnell zu flüssig)
– Sesam unterrühren
– mit Pfeffer würzen

– Masse in 4 Schälchen verteilen

Grüne Pâté
1/2 – 1 TL Spirulina + 1 TL Noriflocken unterrühren
(wer keine Algen mag: Matchapulver verwenden)

Gelbe Pâté
1/2 TL Kurkumapulver unterrühren

Rote Pâté
2 TL Randensaft unterrühren
(ich habe einfach den Saft aus der Packung von gekauften, gekochten Randen verwendet)

In einem Plastiksäcklein als Dressiersack die verschiedenfarbigen Pâtés hintereinander vorsichtig in eine Ecke löffeln.

An der Spitze des Plastiksäckleins mit einer Schere 1 cm wegschneiden als Öffnung für den Dressiersack.

Gurke in Scheiben schneiden und Pâté darauf dressieren.

Variante:
Pâté auf den Knusperkräckern oder Supercrackern anrichten.

Pate auf Teller

Sugus Regenbogen

Viel Spass beim Regenbogen essen!
(man wird nicht gleich zum Einhorn ;)
Herzlich,
Petra

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Bohnenspaghetti mit Erbsli & Rucola

Bohnensp. Intro_1

ABER.

Das ist ein häufig genanntes Wort, wenn jemand ihre oder seine Ernährung in Richtung entzündungshemmend und nährstoffreich umstellen möchte. Kann ich nachvollziehen – I’ve been there.

Es heisst dann:

Aber ich habe keine Zeit.
Aber ich habe keine Ideen.
Aber ich weiss nicht, wie anfangen.
Aber ich kann nicht kochen.

Darum zeige ich heute ein hochgradiges Anti-Aber-Rezept:
Ich würde jetzt mal sagen: In 15 Minuten gemacht.
Und erst noch ausgewogen.
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Knusperkräcker mit Avocado-Mango Salsa

Hauptbild Kraecker

Vor meiner Ernährungsumstellung habe ich praktisch von Brot gelebt – als Kind deutscher Eltern ist das allerdings kein Wunder. Brot gehört zur deutschen Esskultur wie der Käse zur Schweiz. Kaum sind wir Deutschen im Ausland, beginnt die Suche nach dem „perfekten“ Brot: Aussen knusprig, innen feucht, möglichst dunkel. Aber ich bin ja in der Schweiz geboren und aufgewachsen, inzwischen sogar eingebürgert – ich erlebte diese Sehnsucht nach Brot als Seconda. Aber auch hierzulande gibt es eine reiche, regionale Brotkultur. Ich habe sie alle geliebt und kam an fast keiner Bäckerei vorbei: St. Galler Brot, Walliser Roggenbrot, zürcherisches Pfünderli oder Berner Ankezüpfe.
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Food Songs: Coconut

coconut

Letzten Monat habe ich die Serie Food Songs eingeführt. Wer die Idee dahinter und vor allem den ersten Song verpasst hat, kann das hier nachholen.

Heute stelle ich euch einen Song vor, der meines Erachtens die perfekte Zusammensetzung für ein Musikstück enthält, wenn man sich wie ich nach dem Frühling sehnt: Er ist eingängig, leicht, frisch, silly und schräg. Als ich ihn das erste Mal hörte, waren meine Ohren sofort verliebt. Ich entdeckte das Stück auf der Radiostation KCRW und musste sofort zum Laptop rennen und nachschauen, wer das ist: Harry Nilsson – von ihm hatte ich noch nie gehört. Ein Song von 1971. Das Video ist wunderbar trashig.
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Food Songs: Purple Haze

purple haze

Kochen, Essen, Lesen, Lernen, Wandern, Serien kucken und Musik – these are a few of my favorite things (wer den Song nicht kennt: Das ist eine Anspielung an The Sound of Music von Julie Andrews).

Zum Kochen höre ich eigentlich sowieso immer Musik. Pfeifend schneide ich Gemüse und rühre in den Töpfen, eher selten singe ich mit (pfeifen kann ich besser). Musik ist die beste Therapie für mich, wenn es mir aus irgend einem Grund grad nicht so blendend geht. Gute Musik (= total subjektiv, z.B. inklusive Supertramp) versetzt mich fast ausnahmslos wieder in gute Stimmung und ich versöhne mich mit mir, meiner Krankheit und der Welt.

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Gemüse-Linsen-Suppe mit Algen

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Wer wie ich in einem Land ohne Meeranschluss aufgewachsen ist, könnte es ähnlich gehen wie mir: Algen kannte nur von den Schwimm-Tümpeln auf dem Lande (keine guten Erinnerungen) oder Sushi (zu Beginn gewöhnungsbedürftig). Inzwischen schätze ich Algen – zumindest auf dem Teller.

Algen sind hervorragender Freakfood: Entzündungshemmend und mit einer hohen Dichte an Nährstoffen. Dass Algen mit ihren wertvollen Mineralstoffen und Vitaminen unsere Ernährung auf ein neues Niveau heben können, lernte ich erst vor kurzem.

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Knusprige Tamari-Kerne

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Das ist wohl eines der einfachsten Rezepte ever. Von Rezept kann man eigentlich gar nicht mehr sprechen. Das Schöne daran: Das Verhältnis von Aufwand und Knusper-Vergnügen fällt hochgradig zugunsten des Vergnügens aus.

Diese Tamari-umhüllten, gerösteten Sonnenblumenkerne und Mandeln sind vielseitig einsetzbar: Einfach so als Snack, aber natürlich auch über Suppen, Salate und Gerichte gestreut.

Ich weise jede Verantwortung ab, wenn ihr von den Dingern zu viel esst. Weil man kaum aufhören kann, wie es so ist mit knusprigen, salzigen Sachen. Natürlich sollte man es auch mit Tamari-Kernen nicht übertreiben. Aber eine gesündere Alternative zu Chips sind sie allemal.

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Lila Milch

LilaMilch

Healthy & Delicious ist der Untertitel von Freakfood, also Gesund & Lecker. Wenn sich dann auch noch Hübsch & Einfach dazugesellt, haben wir einen Volltreffer. So ein Volltreffer ist die Lila Milch. Sie ist im Nu hergestellt und macht sofort gute Laune. Lila Milch ist „Eye Candy“ pur und macht schon beim ersten Schluck glücklich.

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Hirse-Blumenkohl-Mash

HirseBlumenkohlMash

Wer mir auf Facebook oder Instagram folgt, weiss: Ich liebe Pürees! Für mich ist eine cremige, samtige Konstistenz der Inbegriff für Comfort Food. Nur schon beim Gedanken daran werde ich so weich wie ein Püree.

Als ich grad nach meiner Diagnose eine Ausschluss-Diät machte, stellte ich fest, dass ich Nachtschattengewächse nicht vertrage – sprich: bei mir führten sie zu Entzündungen und folglich zu Schmerzen. Wer (wie übrigens zahlreiche Köchinnen und Köche von Restaurants) nicht weiss, welche Gemüse zu den Nachtschattengewächsen gehören, hier die gängigsten: Kartoffeln, Tomaten, Auberginen und Peperoni/Paprika. Aber auch die zurzeit beliebten Gojibeeren gehören dazu. Nachtschattengewächse enthalten Alkaloide, welche die Haut und Schleimhaut reizen können. Leider sind sie nicht wasserlöslich und bleiben somit im Kochwasser/Kochgut. PsoriasispatientInnen tun ebenfalls gut daran, Nachtschattengewächse für ein paar Wochen wegzulassen und zu beobachten, was passiert.

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Zu Gast bei Freakfood: Tiffany Kappeler

Die Sasou Saftbar ist eine Insel inmitten von Zürich.

Als ich das schöne Lokal an der Neugasse 41 zum ersten Mal betrat, war ich sofort eingenommen von der authentischen Atmosphäre, die von Tiffany als auch vom Interieur ausgeht. Obwohl man zügig bedient wird, kommt keine Hektik auf. Jeder Handgriff sitzt. Früchte und Gemüse werden zerschnitten, Blätter beherzt zerrissen, um dann alles in den Entsafter oder den Mixer zu geben. Und dann kommt der Handgriff der geübten Smoothie/Juice-Macherin: Mit lässiger Bewegung wird der Becher innert Sekunden randvoll gefüllt. Ohne dass etwas überschwappt.

Tiffany_1

Wer schon mal einen Smoothie oder Juice bei Sasou getrunken hat, merkt: Jeder Becher steckt nicht nur voller Vitamine und Mineralstoffe, sondern auch voller Liebe. Ja, ich muss es so pathetisch sagen, es geht nicht anders. Tiffany = LOVE. Aber nicht im gruslig-esoterischen Sinne, sondern down-to-earth und trotzdem weich, warm, mit Witz, Humor und einer Portion Selbstironie (und -reflexion).

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