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Ofengemüse mit Zigerklee-Frischkäse

Nur schnell vorweg:
Wer keinen Zigerklee mag, kann den Frischkäse auch mit anderen Kräutern zubereiten :)

Die Pause seit dem letzten Rezept ist schon etwas länger her. Obwohl ich gerne einmal pro Monat einen Beitrag produzieren möchte, gelingt mir das nicht immer. Das Jonglieren zwischen meinem Brotjob als Fundraiserin beim Alpinen Museum (helft es gerne mitretten!), FOOD MOVEMENT (Beiträge akquirieren, Menschen für Erfahrungsberichte und Interviews ausfindig machen, Bücher vorstellen, Netzwerk erweitern, Rezepte für FOOBY kreieren, Social Media bewirtschaften), Freakfood und meinem Privatleben lässt dies aber nicht immer zu.

Nun ist es aber wieder soweit. Heute zeige ich euch ein einfaches Herbstgericht. Die Hauptrolle darin spielt nicht das Ofengemüse – so hübsch es auch aussieht – nein, der Star hier ist ein Kraut, das man wohl nicht in jedem Gewürzregal findet: Der Zigerklee.

Ich lerne ja immer auch einiges mit jedem neuen Freakfood-Rezept, wenn ich für einzelne Zutaten recherchiere. Heute habe ich folgendes erfahren: Zigerklee, auch Schabzigerklee, Zigerkraut, Zigeunerkraut, Käsekraut oder Brotklee genannt, hat im Lateinischen den hübschen Namen Trigonella caerulea. Da ich den Klee vom Glarner Schabziger kenne, dachte ich bisher, dass es sich um ein seltenes Schweizer Kraut handelt. Mais non! Gemäss Wikipedia stammt die Kulturpflanze aus dem Mittelmeerraum und dem Kaukasus. Im Südtirol wird Zigerklee (dort deswegen Brotklee genannt) für Schüttel- und Fladenbrot benutzt. Das bringt mich natürlich sofort auf die Idee, mal die Supercracker mit Zigerklee zu machen.

Zurück zu diesem Rezept. Wie viele Menschen, die sich teilweise oder ganz pflanzlich ernähren, fehlt auch mir der Käse. Oder in meinem Fall: der Frischkäse. Ich liebe und vermisse den säuerlichen Geschmack von Frischkäse, Crème fraîche und Quark, aber auch deren cremige Konsistenz. Wie viele andere habe ich bisher oft eine Art Frischkäse aus Cashews gemacht. Wie ich in meinem Beitrag bei der Hanfmilch berichtet habe, habe ich letzten Sommer festgestellt, dass ich Cashews nicht gut vertrage. Will heissen: Sie triggern Entzündungen bei mir. Das schmerzt mich sehr, denn Cashews sind der perfekte „white canvas“, mit dem man allerlei Leckeres anstellen kann.

Nun habe ich bei den Macadamias Trost bzw. einen tollen Ersatz gefunden. Sie haben ähnlich den Cashews keinen starken Eigengeschmack, sodass sie sich ebenso gut für Frischkäse-ähnliche Crèmes eignen. Zudem ist ihr Fettanteil so hoch, dass man sie nicht mal einzuweichen braucht.

Dieser Zigerklee-Frischkäse kann natürlich auch auf Cracker gestrichen werden (das mache ich seit einigen Wochen regelmässig kurz vor dem Kochen als Apéro), er passt aber auch zu Kürbis, Süsskartoffeln oder zu einem Hirsegericht oder als Dip. Eurer Fantasie sei da freier Lauf gelassen.

Der süsse Geschmack von geröstetem Wurzelgemüse passt wunderbar zum kräftigen Geschmack von Zigerklee, wie ich finde. Das hat wohl damit zu tun, dass mir aus früheren Jahren die Kombination von Gschwellti (Pellkartoffeln) und Schabziger bekannt ist, die ich gerne mochte.

Nährstoffwissen
Der Vorteil von Macadamias ist ihr hoher Fettanteil. Dieser setzt sich im Gegensatz zu vielen anderen Nüssen zu einem höheren Anteil Omega 3- statt Omega 6-Fettsäuren zusammen. Omega 6-Fettsäuren sind per se nicht schlecht für uns, ein zu grosser Anteil davon wirkt jedoch entzündungsfördernd. Ein Verhältnis von 5:1 (Omega 6/Omega 3) wird empfohlen. Wer jedoch oft Fertigprodukte, Frittiertes und tierische Fette zu sich nimmt, bringt dieses Verhältnis in ein krasses Ungleichgewicht. Das Risiko für etliche Erkrankungen steigt.

Das heisst nun nicht, dass man die Nüsse nicht essen soll, wo dieses Verhältnis anders ausfällt. Die handvoll Nüsse (exkl. Erdnüsse, die eigentlich Hülsenfrüchte sind) ist beim heutigen Stand des Wissens weiterhin empfehlenswert.

Quellen:
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3257681/, https://www.nutrition-and-you.com/macadamia-nut.html,

Zutaten
500 – 800 g Wurzelgemüse (z.B. Karotten, Randen/rote Beete, Pastinaken, Süsskartoffeln, Sellerie…) bei 2 Personen gibt das ein paar willkommene Resten
Olivenöl

150 g Macadamianüsse
1,5 dl Wasser
2 TL getrocknetes Zigerkleekraut (findet man im Bioladen + Reformhaus)
1 EL Nährhefe
2 TL Zitronensaft
Salz nach Belieben (ich nehme knapp 1/4 TL)
Pfeffer

Zubereitung
– Wurzelgemüse unter laufendem Wasser gut abbürsten
– Wurzelgemüse halbieren (Karotten) oder in Scheiben schneiden (Randen/rote Beete)
– Gemüse auf mit Backpapier ausgelegte Backbleche legen, mit Olivenöl beträufeln, salzen + pfeffern
– Gemüse 25 – 30 Minuten bei 200 Grad Umluft backen (kein Vorheizen nötig)

– Für den Frischkäse Macadamias, Zigerklee, Nährhefe, Zitronensaft, Salz und Wasser in einen Standmixer geben und glatt pürieren. Dabei den Stössel benutzen, um die Masse in Bewegung zu halten

Ofengemüse mit Frischkäse servieren.

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Ich mache immer gleich 2 Backbleche voll Gemüse, wenn ich den Ofen schon anschmeisse.

Wer mag:
Ergänzend passen Bohnen (Cannellini, Borlotti etc.), Linsen, Hirse oder Quinoa sehr gut.

Wer nur den Frischkäse macht: Im Kühlschrank 3 – 4 Tage haltbar (in einem Schraubglas).

Tipp
Wer keinen Zigerklee mag (oder vorrätig hat), kann diesen Frischkäse natürlich auch mit frischen, kleingeschnittenen Kräutern wie Schnittlauch, Petersilie oder Koriander zubereiten.

Einen wunderbaren und bunten Herbst wünsche ich ♥.
Herzlich,
Petra

Müesli-Booster

In einer Woche geht es in die grossen Ferien: 3 Wochen Cornwall!

Ich freue ich sehr auf die englische Küste, Wiesen, Schafe, unsere schönen Cottages, die wir gemietet haben, auf frischen Wind und Tapetenwechsel.

Für jemanden wie mich bedeutet so eine Reise aber auch einiges an Vorbereitung und Organisation. Ich muss an all meine natürlichen Medis denken und bin bereit, etwas mehr zu recherchieren, als es wohl die meisten Menschen vor den Ferien tun. Wo gibt es Restaurants, wo auch ich etwas essen kann? Wo kann ich zu Beginn der Ferien ein paar Basics einkaufen? Wo kriege ich ein Fläschchen CBD-Öl, auf das ich inzwischen nicht mehr verzichten möchte (ich traue mich nicht, mein Fläschchen einzupacken, da der Inhalt doch sehr verdächtig nach Cannabis duftet…). Weiterlesen

Schnelle Hanfmilch

Jeden, aber wirklich jeden Morgen freue ich mich auf mein Müesli (dieses hat sich inzwischen leicht verändert, ich benutze oft Hirseflocken und reichere es mit Adaptogenen an). Zuhause schmeckt es mir am allerbesten, weil ich es mit selbstgemachter Pflanzenmilch zubereiten kann.

Seit 4 Jahren mache ich mir Nussmilch selbst. Zu Beginn machte ich sie aus Mandeln, dann hatte ich eine lange Phase mit Mandel-Cashew-Milch, dann reine Cashew- oder  Cashew-Macadamia-Milch. Zwischendurch habe ich immer mal wieder mit Walnüssen, Pistazien, Hanfsamen und Sesam experimentiert. Weiterlesen

Schokoladen Soft Ice

Im Frühling habe ich bei Lee From America entdeckt, dass sie wegen ihrer Bananenintoleranz angefangen hat, ihre Smoothies mit gefrorenem Blumenkohl zu machen. „Bitte was?“ war mein erster Gedanke. Und der zweite: „Das muss ich probieren.“

Meinen ersten Versuch machte ich allerdings mit gefrorenem Broccoli, da ich keinen gefrorenen Blumenkohl in Bioqualität fand. Püriert mit Ananas und Kokosmilch entstand ein wirklich feiner, cremiger Smoothie. Weiterlesen

Trompe-oeuf (veganes „Spiegelei“)

Endlich wieder ein neues Rezept auf diesem Kanal!
Ich habe zurzeit grad etwas viel auf meinem Teller, wie man im angelsächsischen Raum so schön sagt. Nebst Food Movement und meinem Job beim Museum musste ich vor lauter Enthusiasmus noch eine weitere (noch geheime) Kampagne anzetteln, die meine Zeit braucht.

Aber ich versuche, weiterhin einmal pro Monat ein neues Rezept zu posten, wenn immer es geht. Dabei muss ich jedoch auf meine Energiereserven achten, denn wenn ich mich selbst oft nicht so aufführe: Ich habe nunmal eine chronische Krankheit. Freakfood sollte ja nicht zum Stress werden für mich, sonst ist die Chose kontraproduktiv. Weiterlesen

Linsen-Walnuss-Nori Pâté

Das Wandern ist auch sehr der Petra Müller’s Lust, seit sie nicht mehr klettern und bergsteigen kann. Das heutige Rezept ist das Ergebnis der Suche nach dem perfekten Wanderpicknick – einer Creme, die ich auf Cracker oder Rohkost streichen kann. Die Vorgaben waren: Sie muss cremig, herzhaft, nährend (sattmachend), nährstoffreich und einfach zu machen sein.

Die Idee für diese Pâté kam mir dank zwei Rezepten: Die Walnuss Pâté aus Rich Roll und Julie Piatts ‚Plantpower Kochbuch‘ und die Sunflower Seed „Tuna“ aus Sarah Brittons ‚My New Roots‘ Kochbuch. Ich wollte sie jedoch noch proteinreicher machen, deshalb nehme ich Linsen statt Sonnenblumenkerne. Weiterlesen

Süss-sauer eingelegte Randen (rote Beete)

Dieses Rezept ist quasi ein Geburtstagsrezept, denn gestern wurde Freakfood 2 Jahre alt, jupi!

Was habe ich in dieser Zeit nicht alles gelernt!
Zu allererst habe ich mich vertraut gemacht mit einer entzündungshemmenden Ernährung, die nicht nach langweiliger „Diät“ aussehen, sondern Lust machen soll, Neues auszuprobieren und den kulinarischen Horizont zu erweitern. Weiterlesen

Freestyle Pad Thai

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Pad Thai – oder Phat Thai – ist das thailändische Nationalgericht mit Reisnudeln, Fischsauce, Eiern, Krabben, Tofu oder Fleisch und Gemüse. Du ahnst es vielleicht schon. Mich interessieren nicht die Hauptzutaten vom traditionellen Pad Thai, sondern die SAUCE.

Weshalb mich die Hauptzutaten nicht interessieren? Einfache Kohlenhydrate kommen in der Freakfood-Küche praktisch nicht vor, da sie den Blutzuckerspiegel stark ansteigen lassen und die nächste Hungerattacke somit vorprogrammiert ist. Ausserdem enthalten einfache Kohlenhydrate wie Reis, Pasta oder Brot nicht so viele Nährstoffe (wie Gemüse, Kräuter, Nüsse oder Hülsenfrüchte), und eine möglichst hohe Dichte an Nährstoffen is king bei Freakfood. Weiterlesen

Broccoli-Hummus

Broccoli Hummus

Ok, das mit dem Hummus ist schon mal gelogen.

Denn Hummus besteht traditionellerweise aus Kichererbsen. Vergebt mir und lasst mich diesen Traum aus Broccoli trotzdem Hummus nennen. Denn konsistenzmässig kommt er Hummus einfach am nächsten. Ausserdem habe ich ja bereits den Linsen-Mandel-Hummus behauptet, der bei vielen von euch sehr gut ankommt, wie ich immer wieder höre und was mich sehr freut!

Aus Neugierde habe ich soeben überprüft, wie es mit dem Proteingehalt bei Hummus mit Kichererbsen und meinem Broccoli-Hummus aussieht: Gar nicht übel. Mit der Zugabe von Nüssen kann es der Broccoli-Hummus beinahe mit dem aus Kichererbsen aufnehmen, ausserdem enthält der Broccoli-Hummus natürlich zusätzliche wertvolle Vitamine und Mineralstoffe, die der klassische Hummus nicht bieten kann. Weiterlesen

Regenbogen-Pâté

Regenbogen Pate

Wer mag Dips und Aufstriche so gerne wie ich?

In diese Kategorie fällt mein geliebter Hummus, sei es aus Kichererbsen oder Linsen. Bevor ich immer gründlich alle Zutaten auf gekauften Lebensmitteln las, verdrückte ich im wahrsten Sinne des Wortes auch öfters eine Tube Tartex. Dort drin hat es jedoch: Hefe, Wasser, Palmöl, Sonnenblumenöl, Kartoffelstärke, Meersalz, Tomatenmark, Hefe Extrakt. Könnte schlimmer sein, definitiv aber gesünder.
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Knusprige Tamari-Kerne

Titel_2

Das ist wohl eines der einfachsten Rezepte ever. Von Rezept kann man eigentlich gar nicht mehr sprechen. Das Schöne daran: Das Verhältnis von Aufwand und Knusper-Vergnügen fällt hochgradig zugunsten des Vergnügens aus.

Diese Tamari-umhüllten, gerösteten Sonnenblumenkerne und Mandeln sind vielseitig einsetzbar: Einfach so als Snack, aber natürlich auch über Suppen, Salate und Gerichte gestreut.

Ich weise jede Verantwortung ab, wenn ihr von den Dingern zu viel esst. Weil man kaum aufhören kann, wie es so ist mit knusprigen, salzigen Sachen. Natürlich sollte man es auch mit Tamari-Kernen nicht übertreiben. Aber eine gesündere Alternative zu Chips sind sie allemal.

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Supercracker

Supercracker korr

Als ich meinem Vater einen dieser Cracker angeboten habe, hat er erst mal skeptisch ein Eckchen abgebissen, dann aber genüsslich den Rest gegessen und sofort gefragt: „Kann ich noch einen haben?“ Meine Mutter und ich haben losgeprustet vor Lachen – das war sehr Papi-untypisch. Er ist mit der Frage nach einem zweiten Cracker nicht der einzige; praktisch alle möchten nochmals einen haben, sobald sie den ersten gekostet haben.

Auch ich bin dankbar, dass ich vor einem Jahr auf ein ähnliches Rezept gestossen bin, denn:

Sie schmecken traumhaft.
Sie bleiben lange knusprig.
Sie sind glutenfrei.
Sie stecken voller Proteine, Nähr- und Ballaststoffe.

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